User-Entscheidung: Metamodell als v1.0 einfrieren (nur META-SEMANTIK: 6 Klassen + Kanten- Vokabular + Attribute; NICHT Registry/Capabilities/Procedures). Architektur-Freeze in Kraft: neue Regulierung = DATEN nicht Architektur; 0 neue Objektklassen erwartet; reopen nur bei nachgewiesenem Scheitern (Hazard/Threat = einzige bekannte künftige Öffnungs-Ursache, nur fuer FMEA). Reuse-Metrik-KPI definiert (Wissens-Akkumulations-Beweis). Validiert gegen 5 Regulierungsarten (DSGVO/CRA/MaschVO/Data-Act/NIS2). Erster Live-Durchlauf: MaschVO. Co-Authored-By: Claude Opus 4.7 <noreply@anthropic.com>
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Compliance Operating System — Meta Model v1.0 (FROZEN)
STATUS: EINGEFROREN (2026-06-26). ARCHITEKTUR-FREEZE IN KRAFT. Ab v1.0 dürfen neue Regulierungen das Modell nicht mehr verändern — sie müssen sich einfügen. Das Modell wird nur wieder geöffnet, wenn eine Regulierung nachweislich scheitert (eine Anforderung lässt sich ohne neue Objektklasse nicht abbilden). Validiert gegen 5 Regulierungsarten: DSGVO · CRA · MaschVO · Data Act · NIS2.
Konsolidiert + friert ein: legal_obligation_layer_v1.md, capability_model_v1.md (Modell C), meta_model_validation_v1.md. Was hier eingefroren wird, ist ausschließlich die Meta-Semantik — NICHT die Registry, NICHT die Capabilities-Liste, NICHT die Procedures (diese wachsen als Daten weiter).
1. Objektklassen (6 + Guidance) — eingefroren
| Klasse | Was | Regulierungs-Bindung |
|---|---|---|
| Regulation | Rechtsakt | — |
| Legal Obligation | rechtlich verankerte Pflicht; CORE ⊇ DOMAIN | regulierungs-anchored |
| Capability | implementierbare technische Faehigkeit (OPTIONAL für eine Obligation) | agnostisch (n:m über Regulierungen) |
| Procedure | wiederholbarer operativer Prozess | agnostisch |
| Control | testbare Prüfanweisung | agnostisch |
| Evidence | Nachweis-Artefakt | agnostisch |
| Guidance (quer) | externe nicht-bindende Empfehlung (NIST/OWASP/ISO/BSI) — hängt an der Capability | agnostisch |
2. Die Kette + kanonisches Kanten-Vokabular — eingefroren
Regulation
↓ definiert
Legal Obligation (CORE ⊇ DOMAIN)
↓ realized_by (OPTIONAL — rein prozessuale/dokumentarische Obligations überspringen Capability)
Capability
↓ deployed_via (alias: operationalized_by)
Procedure
↓ verified_by
Control
↓ produces (alias: produces_evidence_for)
Evidence
→ Produktstatus
Kanten (gerichtet, eingefroren):
specializes (DOMAIN→CORE) · realized_by (Obligation→Capability) · deployed_via (Capability→Procedure) ·
verified_by (Procedure/Capability→Control) · produces (Procedure→Evidence) · described_by (Capability→Guidance) ·
supports / depends_on / contributes_to (Obligation↔Obligation) · same_as (Merge/Alias).
Das Modell ist ein GRAPH, kein Baum (n:m an realized_by, supports, produces).
3. Attribute (KEINE Klassen) — eingefroren
applicability · tier (LEGAL_MINIMUM/BEST_PRACTICE) · legal_basis (Primärrecht) ·
guidance_basis (NIST/OWASP/…, kanonisch an der Capability) · objective_tags
(integrity/confidentiality/attack_surface/… — Vorwärts-Kompat zu einer späteren Security-Objective-
Klasse) · risk_level · deadline · hazard (Attribut, KEINE Klasse).
Watch-Point (bewusste Nicht-Klasse): Hazard/Threat bleibt ein Risiko-Treiber-Attribut. Es wird
erst dann eine eigene Klasse, wenn quantitatives Risiko (FMEA: Hazard→Risiko→Maßnahme) als
First-Class-Graph-Knoten modelliert werden soll — das ist die einzige bekannte künftige Öffnungs-Ursache.
4. Architektur-Freeze-Policy
- Neue Regulierung = Daten, nicht Architektur. Sie läuft durch
Parser → Discovery-Pipeline → Review → Registryund fügt Obligations/Capabilities/Procedures/Evidence hinzu. - Eine neue Objektklasse ist eine Architektur-Änderung und erfordert explizite Wieder-Öffnung + Begründung (nachgewiesenes Scheitern der Abbildung). Default-Erwartung: 0 neue Klassen.
- Verfeinerungen an Attributen (neues
*_tag, neues risk-Attribut) sind erlaubt, solange keine neue Klasse entsteht.
5. Reuse-Metrik (KPI je neuer Regulierung) — der Wissens-Akkumulations-Beweis
Für jede neue Regulierung gemessen (Baseline = der jeweils vorhandene Bestand):
| Kennzahl | Soll/Bedeutung |
|---|---|
| Neue Objektklassen | = 0 (Invariante; sonst Freeze gebrochen) |
| Neue Capabilities | additiv (z.B. +8) |
| Wiederverwendete Capabilities % | Kern-KPI (z.B. NIS2 ~70–80 % erwartet) |
| Wiederverwendete Procedures % | (z.B. 58 %) |
| Wiederverwendete Evidence % | (z.B. 81 %) |
| Neue Obligations | additiv (z.B. +42) |
Zielaussage: „Beim AI Act: 0 neue Objektklassen, 12 neue Capabilities, 41 neue Obligations, 78 % der vorhandenen Capabilities wiederverwendet." → belegt, dass das System Wissen akkumuliert, statt je Regulierung neu gebaut zu werden. (Tool zur Berechnung folgt mit dem ersten Live-Durchlauf.)
6. Der Burggraben (warum das mehr ist als ein Advisor / RAG)
Der Kunde denkt nicht in Artikeln, sondern: „Wir haben Remote-Updates / signierte Firmware / einen Vuln-Prozess." Über die Capability-Schicht bildet das System diese Aussagen auf alle betroffenen Obligations mehrerer Regulierungen ab und beantwortet die eigentliche Frage aus dem Kundengespräch:
„Habe ich das Gesetz richtig verstanden, und reicht das, was wir umgesetzt haben?"
Das ist regel-/wissensgestütztes Reasoning über ein gemeinsames Modell — keine RAG-Aufgabe.
(Die Reasoning-Session hält dabei die Welt-Grenze: ClaimCoverage „potenziell relevant" ⊥
ComplianceStatus „erfüllt aus Nachweisen".)
7. Was NICHT eingefroren ist (wächst weiter als Daten)
Registry-Inhalte (Obligations je Regulierung), die Capabilities-Liste, Procedures, Evidence-Typen, Applicability-Prädikate, Citation-Spans. Diese Schicht ist Wissensaufbau — explizit erwünschtes Wachstum gegen das eingefrorene Modell.
8. Erster Live-Durchlauf (User-Priorität nach Informationswert)
- MaschVO ⭐⭐⭐⭐⭐ — beweist „Compliance-OS ≠ Cybersecurity" (physische Safety, CE, Restgefahren).
- NIS2 ⭐⭐⭐⭐ — misst maximalen Capability-Reuse (erwartet 70–80 %).
- AI Act ⭐⭐⭐⭐ — Risikoklassifizierung/Governance, vermutlich 0 neue Klassen.
- Data Act ⭐⭐⭐ — bestätigt „Capability optional".