'use client' import React, { useState } from 'react' interface FAQItem { q: string a: string } const FAQ_ITEMS: FAQItem[] = [ { q: "Was passiert wenn ein Unternehmen wegen unzureichender Datenschutzerklaerung oder Cookie-Richtlinie verklagt wird?", a: `Es gibt vier Durchsetzungswege: **1. Bussgelder durch Aufsichtsbehoerden (Art. 83 DSGVO)** Aufsichtsbehoerden pruefen von Amts wegen oder auf Beschwerde — kein Klaeger noetig. Bussgelder bis 20 Mio. EUR oder 4% des Jahresumsatzes. Beispiele: CNIL gegen Google (150 Mio. EUR), Facebook (60 Mio. EUR), H&M (35 Mio. EUR). Auch KMU sind betroffen — der LfDI Baden-Wuerttemberg hat Bussgelder ab 10.000 EUR verhaengt. **2. Abmahnungen durch Verbraucherschutzverbaende** Verbaende wie vzbv oder DUH koennen ohne individuellen Schaden klagen (§2 UKlaG). Das ist der groesste praktische Druck: Unterlassungsklage + Anwaltskosten (5.000-20.000 EUR pro Fall). Seit EuGH C-319/20 (Meta/vzbv) duerfen Verbaende DSGVO-Verstoesse auch ohne Betroffenenauftrag klagen. **3. Individueller Schadensersatz (Art. 82 DSGVO)** Seit EuGH C-300/21 (Oesterreichische Post) genuegt bereits der "Kontrollverlust" ueber Daten als immaterieller Schaden — kein messbarer finanzieller Schaden noetig. Typisch: 100-5.000 EUR pro Betroffenem. Legaltech-Firmen wie NOYB buendeln Massenverfahren. **4. Wettbewerber-Abmahnungen (UWG)** Seit 2021 eingeschraenkt, aber Impressums-Maengel oder fehlende Cookie-Einwilligung bleiben abmahnfaehig. Die Aufsichtsbehoerden erhalten ueber 10.000 Beschwerden pro Jahr. Eine Beschwerde einzureichen ist kostenlos und mit einem Klick moeglich.`, }, { q: "Wie funktioniert die Dokumentenpruefung?", a: `Die Pruefung laeuft in drei Schritten: **1. Text-Extraktion** — Playwright laedt die Seite, expandiert Accordions/Tabs und extrahiert den vollstaendigen Text. **2. Regex-Checks (138 Pruefpunkte)** — Zwei Ebenen: L1 prueft ob Pflichtangaben erwaehnt sind (z.B. "Verantwortlicher"), L2 prueft ob sie korrekt und vollstaendig sind (z.B. "Hat der Verantwortliche eine ladungsfaehige Anschrift mit PLZ?"). **3. LLM-Verifikation** — Jeder fehlgeschlagene Check wird von einem KI-Modell (Qwen) gegen den Originaltext gegengeprueft, um Fehlalarme zu eliminieren. Das Ergebnis: Zwei Scores pro Dokument — Vollstaendigkeit (sind alle Pflichtangaben da?) und Korrektheit (sind sie richtig formuliert?). Jeder fehlende Punkt hat eine konkrete Handlungsanweisung mit Rechtsbezug.`, }, { q: "Welche Dokumenttypen werden geprueft?", a: `Sieben Dokumenttypen mit jeweils eigener Checkliste: - **Datenschutzinformation (DSI)** — Art. 13/14 DSGVO (31 Checks) - **Cookie-Richtlinie** — §25 TDDDG (15 Checks) - **Impressum** — §5 TMG / §18 MStV (16 Checks) - **AGB** — §305ff BGB (21 Checks) - **Widerrufsbelehrung** — §355 BGB (15 Checks) - **Social Media DSE** — Art. 26 DSGVO Joint Controller (20 Checks) - **DSFA** — Art. 35 DSGVO (18 Checks) Sub-Sektionen (z.B. Cookie-Abschnitt innerhalb der DSI) werden automatisch erkannt und separat geprueft.`, }, { q: "Wie zuverlaessig sind die Ergebnisse?", a: `Die Pruefung wurde gegen mehrere Ground-Truth-Websites validiert (IHK Konstanz, ETO Gruppe, BMW, Stadt Koeln, Sparkasse, Spiegel u.a.). Ergebnis: **0 False Positives** bei validierten Testfaellen — jeder rote Punkt ist ein echtes Finding. Durch die LLM-Verifikation werden Regex-Fehlalarme (z.B. durch ungewoehnliche Formatierung oder Soft Hyphens im HTML) automatisch korrigiert. Trotzdem gilt: Das Tool ersetzt keine Rechtsberatung, sondern identifiziert Handlungsbedarf.`, }, { q: "Was kostet ein Verstoss gegen die DSGVO in der Praxis?", a: `Bussgelder nach Art. 83 DSGVO staffeln sich in zwei Stufen: - **Bis 10 Mio. EUR / 2% Umsatz**: Verstoesse gegen technische/organisatorische Pflichten (Art. 25, 28, 32) - **Bis 20 Mio. EUR / 4% Umsatz**: Verstoesse gegen Grundsaetze, Betroffenenrechte, Drittlandtransfer Typische Praxis-Bussgelder in Deutschland: 5.000-50.000 EUR fuer KMU, 100.000-1 Mio. EUR fuer groessere Unternehmen. Dazu kommen Anwaltskosten bei Abmahnungen (5.000-20.000 EUR pro Fall) und Reputationsschaden.`, }, { q: "Was ist der aktuelle Stand bei harmonisierten Normen unter der neuen Maschinenverordnung (EU) 2023/1230?", a: `Die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 hat in Anhang I die wesentlichen Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen und verweist darauf, dass harmonisierte Normen die technischen Details liefern sollen (Konformitaetsvermutung). **Aktueller Stand:** Es gibt noch KEINE harmonisierten Normen die unter der neuen Maschinenverordnung im EU-Amtsblatt veroeffentlicht sind. Die bestehenden ~800 harmonisierten Normen gelten noch unter der alten Maschinenrichtlinie 2006/42/EC. **Zeitplan:** - **Juni 2023** — Maschinenverordnung veroeffentlicht - **Januar 2025** — EU-Kommission hat Normungsauftrag an CEN/CENELEC erteilt - **Januar 2026** — CEN/CENELEC soll bestehende Normen bestaetigen oder Nachfolgenormen verabschieden - **Januar 2027** — Maschinenverordnung tritt vollstaendig in Kraft, ersetzt alte Richtlinie 2006/42/EC **Wichtig fuer Hersteller:** Bis die neuen harmonisierten Normen veroeffentlicht sind, koennen Hersteller die bestehenden Normen der alten Maschinenrichtlinie weiterhin anwenden. Nach dem 20. Januar 2027 muessen Maschinen aber die Anforderungen der neuen Verordnung erfuellen — auch wenn die harmonisierten Normen bis dahin nicht vollstaendig vorliegen. **IACE Normen-Bibliothek:** Die aktuelle Liste unter /sdk/iace/library enthaelt 751 harmonisierte Normen (1 A-Norm, 19 B1, 126 B2, 605 C-Normen). Diese muessen regelmaessig gegen das EU-Amtsblatt abgeglichen werden, da einige Normen zurueckgezogen oder ersetzt wurden.`, }, { q: "Warum muss ich harmonisierte Normen kaufen obwohl sie EU-Recht sind?", a: `Harmonisierte Normen werden von privaten Organisationen (CEN/CENELEC) erstellt und ueber nationale Normungsinstitute wie DIN/Beuth (Deutschland), ASI (Oesterreich) oder SNV (Schweiz) verkauft — typisch 50-300 EUR pro Norm. **Das Problem:** Die EU-Kommission beauftragt die Normung, Industrieexperten schreiben die Normen ehrenamtlich in Technischen Komitees, aber ein privater Verlag verkauft das Ergebnis. Unternehmen muessen Normen kaufen die ihre eigenen Mitarbeiter geschrieben haben. **EuGH-Urteil C-588/21 P (5. Maerz 2024):** Der Europaeische Gerichtshof hat entschieden, dass harmonisierte Normen **Teil des EU-Rechts** sind, weil sie eine Konformitaetsvermutung erzeugen. Das Rechtsstaatsprinzip verlangt, dass Buerger die Regeln kennen koennen die fuer sie gelten. Daher muessen harmonisierte Normen grundsaetzlich **frei zugaenglich** sein. **Aktueller Stand (2026):** Das Urteil ist noch nicht vollstaendig umgesetzt. CEN/CENELEC und die nationalen Normungsinstitute wehren sich, weil ihr Geschaeftsmodell auf dem Verkauf basiert. Die EU-Kommission arbeitet an einer Loesung. **Was das fuer Unternehmen bedeutet:** - Aktuell muessen Normen weiterhin gekauft werden - Normnummern und Titel sind frei nutzbar (bibliographische Daten) - BSI-Grundschutz und NIST-Standards sind kostenlose Alternativen die inhaltlich aehnliche Anforderungen abdecken - Die IACE-Bibliothek in BreakPilot listet alle harmonisierten Normen mit Status (aktiv/zurueckgezogen) ohne kostenpflichtigen Normtext`, }, ] export function ComplianceFAQ() { const [open, setOpen] = useState(null) return (

Haeufige Fragen

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