feat(knowledge): 4 machinery-safety implementation playbook drafts (Reasoning delegation)

Fulfils the board delegation Reasoning -> IACE (line 45): expert FIRST DRAFTS for the
4 MaschinenVO capabilities the Reference-Suite playbook dashboard lists as "content
missing": machine_safety_risk_assessment (ISO 12100), mechanical_safety_and_guards
(ISO 14120/14119/13850/13849), operating_instructions_and_safety_information
(ISO 12100 6.4 / IEC 82079), protection_against_corruption_of_safety_functions
(MaschVO Annex III 1.1.9 = the CRA<->MaschinenVO cyber-safety bridge).

Schema per knowledge/implementation_playbooks/README.md. status: draft (expert draft,
non-normative). Includes the optional canonical_action verb-formulation (capability-is-
a-verb experiment). New files only -> non-runtime, no deploy, conflict-free ride-along.
Capability ids unchanged (Execution registry contract). Owner verifies + integrates.

Co-Authored-By: Claude Opus 4.7 <noreply@anthropic.com>
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Benjamin Admin
2026-06-28 08:47:56 +02:00
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@@ -0,0 +1,64 @@
# Implementation Playbook — curated KNOWLEDGE (the "wie komme ich dort hin?" layer), not runtime code.
# Capability: machine_safety_risk_assessment. Expert FIRST DRAFT (machinery-safety domain, IACE session)
# — a machine-safety engineer would validate this; it is NOT a normative requirement. The renderer
# (compliance/playbook) assembles it into the journey.
id: PB-machine_safety_risk_assessment-v1
capability_id: machine_safety_risk_assessment
status: draft # draft -> reviewed -> validated -> proven
version: 1
title: "Maschinen-Risikobeurteilung nach ISO 12100 durchführen"
canonical_action: "Maschinenrisiken systematisch beurteilen" # Verb+Objekt (capability-is-a-verb-Experiment)
why: >
Die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 verlangt vor dem Inverkehrbringen eine Risikobeurteilung über
den GESAMTEN Lebenszyklus der Maschine (Transport, Montage, Inbetriebnahme, bestimmungsgemäßer Betrieb,
Reinigung, Wartung, Störungsbeseitigung, Demontage, Entsorgung). Sie ist die Grundlage, aus der sich
ALLE weiteren Schutzmaßnahmen und die Technische Dokumentation (Anhang IV) ableiten. ISO 12100 ist die
harmonisierte Methodik und verschafft Vermutungswirkung. Ohne dokumentierte Risikobeurteilung ist die
Auswahl von Schutzeinrichtungen, Not-Halt und Restrisiko-Hinweisen nicht begründbar.
tools:
- "ISO 12100 (Risikobeurteilung + Risikominderung, Grundnorm)"
- "ISO/TR 14121-2 (praktische Beispiele für die Methodik)"
- "Gefährdungslisten ISO 12100 Anhang B (mechanisch, elektrisch, thermisch, Lärm, Vibration, Strahlung, Werkstoff, Ergonomie)"
- "Sistema (DGUV, PLr-/PL-Ermittlung für Schutzfunktionen)"
- "Risikograph-/Risikomatrix-Vorlagen (S x F x P bzw. S x E)"
process_steps:
- title: "Grenzen der Maschine festlegen"
detail: "Verwendungs-, räumliche, zeitliche und Lebenszyklusgrenzen; bestimmungsgemäße Verwendung UND vernünftigerweise vorhersehbare Fehlanwendung."
- title: "Gefährdungen identifizieren"
detail: "Systematisch je Lebensphase und je Bereich anhand der ISO-12100-Anhang-B-Liste — nichts überspringen (gerade Wartung/Reinigung wird oft vergessen)."
- title: "Risiko einschätzen"
detail: "Je Gefährdung Schadensschwere x Eintrittswahrscheinlichkeit (Häufigkeit/Aufenthaltsdauer, Möglichkeit zur Vermeidung) bestimmen."
- title: "Risiko bewerten"
detail: "Entscheiden, ob Risikominderung erforderlich ist (akzeptables Restrisiko erreicht?)."
- title: "3-Stufen-Methode anwenden (in dieser Reihenfolge)"
detail: "1. inhärent sichere Konstruktion -> 2. technische Schutzmaßnahmen/ergänzende Schutzeinrichtungen -> 3. Benutzerinformation. Maßnahmen NICHT in Stufe 3 verlagern, was in Stufe 1/2 lösbar ist."
- title: "Iterieren"
detail: "Nach jeder Maßnahme Risiko neu bewerten; prüfen, ob neue Gefährdungen entstanden sind (z. B. eine Schutzhaube erzeugt eine Quetschstelle)."
- title: "Restrisiko dokumentieren"
detail: "Verbleibende Restrisiken festhalten und an die Betriebsanleitung übergeben (Schnittstelle zu operating_instructions_and_safety_information)."
expected_evidence:
- "Risikobeurteilungsbericht über alle Lebensphasen (datiert, versioniert)"
- "Gefährdungsliste mit Risikoeinschätzung je Gefährdung"
- "Zuordnung Gefährdung -> gewählte Maßnahme -> verbleibendes Restrisiko"
- "Liste der Restrisiken (Eingang in die Betriebsanleitung)"
typical_controls: # INDIKATIV — echte Control-Zuordnung kommt aus der Execution-Schicht
- "machine_risk_assessment_record"
- "three_step_risk_reduction"
how_others_do_it: >
Verbreitete Praxis: Risikobeurteilung strikt nach ISO 12100 strukturieren, mit ISO/TR 14121-2 als
Beispiel-Steinbruch, und die ermittelten Schutzfunktionen über Sistema auf den erforderlichen
Performance Level (PLr) rechnen. Der Bericht wird unmittelbar Teil der Technischen Dokumentation
(Anhang IV) und wird bei jeder wesentlichen Veränderung der Maschine erneut gefahren.
disclaimer: >
Kuratiertes Experten-Wissen (Erstentwurf, Maschinensicherheit), KEINE normative Anforderung. Werkzeug-
und Schrittempfehlungen sind Beispiele bewährter Praxis, kein Pflichtkatalog. Review durch eine:n
Maschinensicherheits-Expert:in ausstehend (status: draft).
@@ -0,0 +1,69 @@
# Implementation Playbook — curated KNOWLEDGE (the "wie komme ich dort hin?" layer), not runtime code.
# Capability: mechanical_safety_and_guards. Expert FIRST DRAFT (machinery-safety domain, IACE session).
# NOT a normative requirement. Renderer = compliance/playbook.
id: PB-mechanical_safety_and_guards-v1
capability_id: mechanical_safety_and_guards
status: draft # draft -> reviewed -> validated -> proven
version: 1
title: "Schutzeinrichtungen, Not-Halt und sichere Steuerung auslegen"
canonical_action: "Gefahrstellen wirksam absichern" # Verb+Objekt (capability-is-a-verb-Experiment)
why: >
Die grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsschutzanforderungen der Maschinenverordnung (Anhang III)
verlangen Schutz vor mechanischen Gefährdungen (Quetschen, Scheren, Schneiden, Einziehen, Stoß),
funktionssichere Not-Halt-Einrichtungen, Schutz gegen unerwarteten Anlauf und Standsicherheit. Aus der
Risikobeurteilung (machine_safety_risk_assessment) ergibt sich, WO und mit WELCHER Zuverlässigkeit
(Performance Level / SIL) abgesichert werden muss. Trennende und nichttrennende Schutzeinrichtungen
setzen die zweite Stufe der 3-Stufen-Methode um.
tools:
- "ISO 14120 (trennende Schutzeinrichtungen — Gestaltung)"
- "ISO 14119 (Verriegelungseinrichtungen mit/ohne Zuhaltung)"
- "ISO 13850 (Not-Halt-Funktion, Stopp-Kategorie 0/1)"
- "ISO 13857 (Sicherheitsabstände gegen Erreichen von Gefahrstellen)"
- "ISO 13849-1/-2 (sicherheitsbezogene Steuerungsteile, PL + Validierung)"
- "IEC 62061 (funktionale Sicherheit von Steuerungen, SIL)"
- "ISO 14118 (Vermeidung von unerwartetem Anlauf / LOTO)"
process_steps:
- title: "Gefahrstellen übernehmen"
detail: "Aus der Risikobeurteilung die mechanischen Gefahrstellen + erforderlichen PLr/SIL je Schutzfunktion übernehmen."
- title: "Schutzeinrichtung wählen"
detail: "Feststehend trennend, wo im Betrieb kein Zugang nötig ist; beweglich trennend, wo regelmäßiger Zugang erforderlich ist; ergänzend nichttrennend (z. B. Lichtgitter), wo Materialfluss offen bleibt."
- title: "Bewegliche Schutzeinrichtungen verriegeln"
detail: "Nach ISO 14119 Verriegelung (mit Zuhaltung, wenn Nachlauf gefährlich ist); manipulationsarme Auslegung beachten."
- title: "Sicherheitsabstände einhalten"
detail: "Nach ISO 13857 Reichweiten nach oben/über/um Schutzeinrichtungen sicherstellen."
- title: "Not-Halt vorsehen"
detail: "ISO 13850: gut erreichbare Not-Halt-Befehlsgeräte, Stopp-Kategorie 0 oder 1, Rückstellung nur bewusst; Not-Halt ist ERGÄNZEND, ersetzt keine trennende Schutzeinrichtung."
- title: "Sichere Steuerung auslegen"
detail: "Sicherheitsbezogene Steuerungsteile auf den erforderlichen PL (ISO 13849-1) bzw. SIL (IEC 62061) bringen; Architektur, MTTFd, DC, CCF nachweisen (Sistema)."
- title: "Unerwarteten Anlauf verhindern"
detail: "ISO 14118 / sichere Energietrennung (LOTO) für Wartung und Störungsbeseitigung (Schnittstelle zur Wartungs-Lebensphase)."
- title: "Validieren"
detail: "Schutzfunktionen nach ISO 13849-2 verifizieren/validieren (Funktionstest + Nachweis)."
expected_evidence:
- "Schutzkonzept (welche Gefahrstelle -> welche Schutzeinrichtung)"
- "PL-/SIL-Nachweis je Schutzfunktion (z. B. Sistema-Report)"
- "Funktionstest-Protokoll Not-Halt + Verriegelungen"
- "Validierungsbericht der Schutzeinrichtungen (ISO 13849-2)"
typical_controls: # INDIKATIV — echte Control-Zuordnung kommt aus der Execution-Schicht
- "guard_design"
- "interlock_function"
- "emergency_stop_function"
- "safe_control_system"
how_others_do_it: >
Verbreitete Praxis: feststehende Verkleidungen überall dort, wo kein betrieblicher Zugang nötig ist;
verriegelte bewegliche Schutztüren mit Zuhaltung an Stellen mit Nachlauf; der erforderliche Performance
Level wird per Risikograph bestimmt und mit Sistema nachgewiesen. Not-Halt wird als ergänzende, nicht
als primäre Maßnahme eingeplant. Validierung erfolgt dokumentiert vor der Konformitätserklärung.
disclaimer: >
Kuratiertes Experten-Wissen (Erstentwurf, Maschinensicherheit), KEINE normative Anforderung.
Werkzeug- und Schrittempfehlungen sind Beispiele bewährter Praxis, kein Pflichtkatalog. Review durch
eine:n Maschinensicherheits-Expert:in ausstehend (status: draft).
@@ -0,0 +1,63 @@
# Implementation Playbook — curated KNOWLEDGE (the "wie komme ich dort hin?" layer), not runtime code.
# Capability: operating_instructions_and_safety_information. Expert FIRST DRAFT (machinery-safety domain,
# IACE session). NOT a normative requirement. Renderer = compliance/playbook.
id: PB-operating_instructions_and_safety_information-v1
capability_id: operating_instructions_and_safety_information
status: draft # draft -> reviewed -> validated -> proven
version: 1
title: "Betriebsanleitung und Sicherheitsinformationen erstellen"
canonical_action: "Sicherheitsinformationen bereitstellen" # Verb+Objekt (capability-is-a-verb-Experiment)
why: >
Information für die Benutzung ist die DRITTE Stufe der 3-Stufen-Methode (ISO 12100 6.4): Sie trägt das
Restrisiko, das durch Konstruktion und technische Schutzmaßnahmen nicht beseitigt werden konnte. Die
Maschinenverordnung (Anhang III 1.7) verlangt eine Betriebsanleitung in der/den Sprache(n) des
Verwenderlandes; die Verordnung erlaubt nun unter Bedingungen auch die digitale Bereitstellung. Eine
vollständige, verständliche Anleitung ist Voraussetzung für die Konformität — fehlende oder
unverständliche Sicherheitsinformationen sind ein häufiger Mangel bei der Marktüberwachung.
tools:
- "ISO 12100 6.4 (Information für die Benutzung)"
- "ISO 20607 (Betriebsanleitung — allgemeine Gestaltungsgrundsätze für Maschinensicherheit)"
- "IEC/IEEE 82079-1 (Erstellung von Nutzungsinformationen)"
- "ANSI Z535.6 / ISO 3864 (Sicherheits- und Warnhinweise, Signalwörter)"
- "Structured-Authoring-Werkzeuge (z. B. DITA) für Mehrsprachigkeit/Versionierung"
process_steps:
- title: "Restrisiken übernehmen"
detail: "Die Restrisikoliste aus der Risikobeurteilung (machine_safety_risk_assessment) ist der verbindliche Eingang — jedes Restrisiko braucht eine Information/Warnung."
- title: "Zielgruppen und Lebensphasen abdecken"
detail: "Transport, Montage, Inbetriebnahme, Bedienung, Reinigung, Wartung, Störungsbeseitigung, Demontage/Entsorgung — je mit benötigter Qualifikation."
- title: "Warnhinweise strukturieren"
detail: "Einheitlich Signalwort (Gefahr/Warnung/Vorsicht) + Art der Gefahr + Folge + Vermeidung (ANSI Z535/ISO 3864)."
- title: "Verwendung abgrenzen"
detail: "Bestimmungsgemäße Verwendung UND vernünftigerweise vorhersehbare Fehlanwendung beschreiben."
- title: "Sprache sicherstellen"
detail: "In der/den Amtssprache(n) des Verwenderlandes; Übersetzungen als Übersetzung kennzeichnen."
- title: "Format und Bereitstellung festlegen"
detail: "Papier oder — nach den Bedingungen der Maschinenverordnung — digital; Sicherheitsinformationen müssen auffindbar und über die Lebensdauer verfügbar bleiben; auf Verlangen Papierfassung."
- title: "Versionieren"
detail: "Anleitung an Maschinenversion koppeln; bei wesentlicher Veränderung aktualisieren."
expected_evidence:
- "Betriebsanleitung je Maschine und Sprache (datiert, versioniert)"
- "Warnhinweis-Konzept (Signalwörter, Piktogramme)"
- "Matrix Restrisiko -> zugehörige Information/Warnung (Rückverfolgbarkeit zur Risikobeurteilung)"
- "Nachweis der Bereitstellungsform (digital + Papier-auf-Verlangen)"
typical_controls: # INDIKATIV — echte Control-Zuordnung kommt aus der Execution-Schicht
- "safety_information_provision"
- "residual_risk_communication"
how_others_do_it: >
Verbreitete Praxis: strukturierte Redaktion nach IEC/IEEE 82079-1 und ISO 20607, Warnhinweise nach
ANSI Z535/ISO 3864, und eine durchgängige Verknüpfung jedes Restrisikos aus der Risikobeurteilung mit
einer konkreten Information. Digitale Anleitungen werden über stabile URLs/QR bereitgestellt, mit
Papierfassung auf Verlangen, und mit der ausgelieferten Maschinenversion verknüpft.
disclaimer: >
Kuratiertes Experten-Wissen (Erstentwurf, Maschinensicherheit), KEINE normative Anforderung.
Werkzeug- und Schrittempfehlungen sind Beispiele bewährter Praxis, kein Pflichtkatalog. Review durch
eine:n Technische-Redaktion-/Maschinensicherheits-Expert:in ausstehend (status: draft).
@@ -0,0 +1,71 @@
# Implementation Playbook — curated KNOWLEDGE (the "wie komme ich dort hin?" layer), not runtime code.
# Capability: protection_against_corruption_of_safety_functions. Expert FIRST DRAFT (machinery-safety +
# cyber-safety bridge, IACE session). NOT a normative requirement. Renderer = compliance/playbook.
#
# CONVERGENCE NOTE: this capability is the CRA <-> MaschinenVO bridge. The same integrity + access
# controls that satisfy the CRA (software integrity, signed updates, access control) also satisfy
# Machinery Regulation Annex III 1.1.9. The renderer supplies closes_regulations/leverage from
# covers_targets — one playbook, two regulations.
id: PB-protection_against_corruption_of_safety_functions-v1
capability_id: protection_against_corruption_of_safety_functions
status: draft # draft -> reviewed -> validated -> proven
version: 1
title: "Sicherheitsfunktionen gegen (Software-)Korruption und Manipulation schützen"
canonical_action: "Sicherheitsfunktionen gegen Manipulation schützen" # Verb+Objekt (capability-is-a-verb)
why: >
Maschinenverordnung Anhang III 1.1.9 verlangt, dass Hard- und Software sowie Daten, die für die
Sicherheit kritisch sind, gegen ZUFÄLLIGE und BEABSICHTIGTE Korruption geschützt werden. Eine
manipulierte oder fehlerhaft veränderte Sicherheitsfunktion (z. B. überbrückte Verriegelung,
verstellter Sicherheitsparameter, untergeschobenes Steuerungs-Update) wird unmittelbar zu einer
physischen Sicherheitsgefährdung. Genau hier treffen sich Maschinensicherheit und Cybersecurity:
dieselben Integritäts- und Zugriffsmaßnahmen, die der Cyber Resilience Act fordert, erfüllen auch
diese Maschinenpflicht (Konvergenz / Cyber-Safety-Brücke).
tools:
- "IEC 62443 (industrielle Kommunikationsnetze / IACS-Security)"
- "IEC 61508 / ISO 13849 / IEC 62061 (funktionale Sicherheit der Steuerung)"
- "Code- und Update-Signierung (Secure Boot, signierte Firmware)"
- "Hardware-Vertrauensanker (TPM/Secure Element) für Integritätsprüfung"
- "Rollen-/Zugriffskonzept für sicherheitsrelevante Parameter (keine Default-Passwörter)"
process_steps:
- title: "Sicherheitskritische Elemente identifizieren"
detail: "Welche Soft-/Hardware und welche Parameter/Daten tragen eine Sicherheitsfunktion? (Eingang aus der Risikobeurteilung + sicherer Steuerung.)"
- title: "Integrität schützen"
detail: "Signierte Firmware/Updates, Prüfsummen, sichere Bootkette; Veränderung sicherheitsrelevanten Codes nur mit verifizierter Signatur."
- title: "Zugriff kontrollieren"
detail: "Authentisierung für das Verstellen von Sicherheitsparametern; Rollentrennung; keine ab Werk gesetzten Standardpasswörter (secure-by-default)."
- title: "Safety und Standardsteuerung trennen"
detail: "Sicherheitsbezogene Steuerungsteile von der allgemeinen Steuerung entkoppeln, damit eine Kompromittierung der Standardseite die Safety-Funktion nicht aushebelt."
- title: "Manipulation erkennen -> sicherer Zustand"
detail: "Bei erkannter Integritätsverletzung definiert in den sicheren Zustand übergehen (fail-safe), nicht still weiterlaufen."
- title: "Updates sicher verteilen"
detail: "Sicherheitsrelevante Updates nur signiert und verifiziert einspielen (Schnittstelle zu sicheren Update-Capabilities des CRA)."
- title: "Sicherheitsrelevante Eingriffe protokollieren"
detail: "Änderungen an Sicherheitsparametern/-software nachvollziehbar loggen (Audit-Trail)."
expected_evidence:
- "Konzept Integritätsschutz sicherheitskritischer Soft-/Hardware"
- "Nachweis Code-/Update-Signierung (Schlüsselverwaltung, Verifikation)"
- "Zugriffskontroll-/Rollenkonzept für Sicherheitsparameter"
- "Testprotokoll: Manipulationsversuch -> definierter sicherer Zustand"
typical_controls: # INDIKATIV — echte Control-Zuordnung kommt aus der Execution-Schicht
- "safety_function_integrity"
- "secure_update_distribution"
- "access_control_safety_parameters"
how_others_do_it: >
Verbreitete Praxis: die CRA-Maßnahmen (signierte Updates, Secure Boot, Integritätsprüfung,
Zugriffskontrolle ohne Default-Passwörter) werden EINMAL umgesetzt und decken zugleich
Maschinenverordnung Anhang III 1.1.9 ab — eine Maßnahme, zwei Regelwerke. Die Sicherheitssteuerung
wird nach IEC 62443 segmentiert, und bei Integritätsverletzung geht die Maschine kontrolliert in den
sicheren Zustand statt weiterzulaufen.
disclaimer: >
Kuratiertes Experten-Wissen (Erstentwurf, Maschinensicherheit + Cyber-Safety), KEINE normative
Anforderung. Werkzeug- und Schrittempfehlungen sind Beispiele bewährter Praxis, kein Pflichtkatalog.
Review durch Product-Security- + Funktionale-Sicherheit-Expert:innen ausstehend (status: draft).